Hallo und eine schönen Abend zu Euch.

Heute stelle ich wieder eines meiner liebsten Lieder für Euch online. Viel Spass und Ruhe beim lauschen. Dieser wunderbare Text, Ihr lest ihn unten, berührt mich und regt zum Nachdenken an. Die wunderbar fliessende Begleitung, die Edward Rushton sehr differenziert und warm darunter setzt, ist wie der musikalische Fluss, auf dem ich meine Stimme in verschiedenen Farben gleiten lasse.

Besonders denke ich über den Teil des Textes nach, wo es um das Ende des Lebens, Grab und Beerdigung geht.

Habt Ihr Euch auch schon mal gefragt, ob und wer denn dort eines Tages stehen wird?

Und dann der ganze Schluss, bescheiden anrührend und ehrlich, das mag ich sehr.

Ich singe dieses Lied oft bei Liederabenden und auch auf Beerdigungen, immer wieder ein wunderbarer Moment der Stille und Einkehr.

Geniesst es, lasst den Gedanken freien Lauf und lasst mich wissen, wie Ihr darüber denkt!

Eure Melanie

 

 

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Lyrics „Abendempfindung“ an Laura

Abend ist’s, die Sonne ist verschwunden,
Und der Mond strahlt Silberglanz;
So entfliehn des Lebens schönste Stunden,
Fliehn vorüber wie im Tanz.
Bald entflieht des Lebens bunte Szene,
Und der Vorhang rollt herab;
Aus ist unser Spiel, des Freundes Träne
Fließet schon auf unser Grab.
Bald vielleicht (mir weht, wie Westwind leise,
Eine stille Ahnung zu),
Schließ ich dieses Lebens Pilgerreise,
Fliege in das Land der Ruh.
Werdet ihr dann an meinem Grabe weinen,
Trauernd meine Asche sehn,
Dann, o Freunde, will ich euch erscheinen
Und will himmelauf euch wehn.
Schenk auch du ein Tränchen mir
Und pflückte mir ein Veilchen auf mein Grab,
Und mit deinem seelenvollen Blicke
Sieh dann sanft auf mich herab.
Weih mir eine Träne, und ach!
Schäm dich nur nicht, sie mir zu weihn;
Oh, sie wird in meinem Diademe
Dann die schönste Perle sein!